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Caritas Pforzheim Senioren
Albert-Stehlin-Haus
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Albert-Stehlin-Haus  >  Aktivitäten und Freizeit  >  Zusätzliche Betreuung nach § 43 b

Konzeption
der zusätzlichen Betreuung gemäß § 43 b
 
Zielsetzung
Ziel ist die Verbesserung der Betreuungs- und Lebensqualität unserer Heimbewohnerinnen und -bewohner, die infolge von demenzbedingter Fähigkeitsstörungen, psychischer Erkrankungen oder geistiger Behinderungen dauerhaft erheblich in Ihrer Alltagskompetenz eingeschränkt sind und deshalb einen hohen allgemeinen Beaufsichtigungs- und Betreuungsbedarf haben. Ihnen soll durch zusätzliche Betreuungs- und Aktivierungsangebote mehr Zuwendung, Aufmerksamkeit, Austausch mit anderen Menschen und mehr Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft ermöglicht werden. Die Betreuung erfolgt in enger Absprache mit den Pflegekräften, Pflegeteams und den therapeutischen Kräften in den einzelnen Wohnbereichen.
Einsatz der Betreuungskräfte
Die Betreuungskräfte werden primär auf den Wohnbereichen eingesetzt. Sie sollen die Arbeit der Pflegekräfte im Bereich soziale Betreuung durch Präsenz unterstützen
und ergänzen. Soweit als möglich, sollen sie auch Gruppenangebote durchführen.

Aufgaben der zusätzlichen Betreuungskräfte
Die zusätzlichen Betreuungskräfte sollen die Bewohnerinnen und Bewohner mit einem hohen allgemeinen Beaufsichtigungs- und Betreuungsbedarf betreuen und aktivieren. Dadurch sollen einerseits tragfähige Beziehungen im Rahmen des Wohnumfeldes aufgebaut werden, andererseits eine individuelle Betreuung entsprechend den Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner ermöglicht werden.
Als Betreuungs- und Aktivierungsangebote kommen Maßnahmen und Tätigkeiten in Betracht, die das Wohlbefinden und den physischen Zustand der betreuten Menschen positiv beeinflussen können.

Zentrale Aufgabe der Betreuungskräfte ist die Ansprechbarkeit für die Bewohnerinnen und Bewohner im Wohnbereich im Sinne einer regelmäßigen Präsenz und die Durchführung klar strukturierter Angebote.

Die Gruppenangebote sollen dem Einzelnen positive Erlebnisse vermitteln. Die Bedürfnisse und Fähigkeiten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer stehen im Vordergrund. Die Betreuungskraft unterstützt diesen Prozess und sucht positive Alltagsituationen, in dem sich die Bewohnerin oder der Bewohner wohl fühlt, und nutzt diese in der alltäglichen Arbeit.

Ergänzend zu den bereits bestehenden Angeboten der sozialen Betreuung im Haus sollen folgende Angebote, zumeist in der Kleingruppe ermöglicht, aber auch bereits vorhandene Angebote häufiger durchgeführt werden:

Gruppenangebote sind dann sinnvoll, wenn die individuelle Situation der Bewohner/innen dies zulässt und sie einem Gemeinschaftserlebnis dienen. z.B.
Malen und Basteln
Kochen und Backen
Hauswirtschaftsnahe Tätigkeiten (Spülen, Wäsche legen)
Musik hören, musizieren, singen
Brett- und Kartenspiele
Bewegungsübungen und tanzen
Lesen und vorlesen
Zusätzliche Angebote am Abend nach dem Abendessen
Die persönliche Situation der Bewohnerin oder des Bewohners und ihre oder seine sozio-emotionale Bedürfnislage können eine Einzelbetreuung notwendig machen.

Diese Einzelangebote umfassen:
Zuwendung durch Einzelgespräche
Anfertigung von Erinnerungsalben oder Ordnern
Spaziergänge
Fotoalben anschauen
Besuch von kulturellen Veranstaltungen, Gottesdiensten und Friedhöfen
Zuwendung über die körperliche Kontaktaufnahme
Begleitung zu Freizeitangeboten
Elemente der basalen Stimulation
Zuhören
Vorlesen
Einsatzgestaltung
Die Betreuungskräfte sollen primär nach der Grundpflege oder am Nachmittag auf den Bereichen anwesend sein. Um die Ressourcen zu bündeln, sollen überwiegend Gruppenangebote so weit wie möglich genutzt werden.

Weitere Schwerpunkte der Arbeit liegen auf der Einzelbetreuung und der Biographiearbeit.
Besonders bei bettlägerigen Bewohnerinnen und Bewohner sind in der Regel Einzelbetreuungen notwendig.

Möglichst sollen die Bewohnerinnen und Bewohner immer von denselben Betreuungskräften besucht werden, damit tragfähige Beziehungen aufgebaut werden können.

Die Planung der Angebote und der individuelle Einsatz der Betreuungskräfte geschehen in enger Absprache mit der Ergotherapie und den Wohnbereichsleitungen. Auf den Wohnbereichen sind immer Pflegefachkräfte im Dienst, die unterstützend und beratend wirken. Im Alltag wird es zwingend notwendig sein, dass die Betreuungskräfte und die Mitarbeiter der Pflege eng zusammen arbeiten um eine optimale Versorgung sicher zu stellen.

Um möglichst zahlreiche Betreuungsangebote anbieten zu können werden auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflege, die bereits über eine entsprechende Qualifikation verfügen, diese, vor allem auf dem Wohnbereich durchführen. Sie sind während dieser Zeit zusätzlich eingeteilt und nicht für die Durchführung pflegerischer Tätigkeiten geplant. Diese Form der Einsatzplanung bietet den Vorteil, dass die Mitarbeiter einerseits bereits eine Beziehung zu den Bewohnern aufgebaut haben, andererseits erlaubt dies eine ressourcenorientierte Einsatzplanung.
Der Gefahr der Vermischung von Betreuung und Pflege wird durch eine klar strukturierte Planung entgegengewirkt.